
Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit im Fokus
Einleitung: Deutschland auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft
Berlin – Die deutsche Bundesregierung hat ambitionierte Pläne zur Förderung der Kreislaufwirtschaft vorgestellt. Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) sollen Produktions- und Konsumprozesse nachhaltig gestaltet werden. Das Ziel: Ressourcenschonung und die Erhöhung der Resilienz des Industriestandorts Deutschland.
Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung als zentrale Ziele
Die NKWS verfolgt das Ziel, den Verbrauch von Primärrohstoffen wie Holz, Metall, Erdöl und Sand erheblich zu reduzieren. Bis zum Jahr 2045 soll der Pro-Kopf-Verbrauch von derzeit 15,3 Tonnen auf nur sechs bis acht Tonnen gesenkt werden. Um dies zu erreichen, wird verstärkt darauf Wert gelegt, Rohstoffe und Produkte länger im Kreislauf zu halten und Materialien effizient einzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Strategie liegt auf der Verdopplung des Anteils an Sekundärrohstoffen bis 2030 (Vergleichsjahr 2021). Mit diesem Ansatz trägt die Bundesregierung nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern stärkt gleichzeitig Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und die Rohstoffsicherheit Deutschlands.
Wirtschaftliche Perspektiven und industrielle Stärke
Die Bundesregierung betont, dass die Kreislaufwirtschaft nicht nur ein wichtiger Beitrag zu klima- und umweltpolitischen Zielen ist, sondern auch neue Chancen für die deutsche Wirtschaft bietet. Die NKWS nutzt die industrielle Stärke Deutschlands, um das Land international als Vorreiter in ressourcenschonenden Prozessen zu positionieren. Das Konzept „Made in Germany“ soll als „Circularity made in Germany“ renommierter werden und neue Strahlkraft erhalten.
Ein wesentliches Ziel ist auch das Verringerung der Abhängigkeit von Rohstoffimporten. Laut Strategiepapier soll kein Rohstoff zu mehr als 65 Prozent aus einem einzigen Drittland bezogen werden. Damit unterstützt Deutschland die EU-weiten Ziele im Critical Raw Material Act.
Recycling und Digitalisierung: Ein neuer Ansatz
Ein wichtiger Bestandteil der NKWS ist die Förderung von Recyclingkapazitäten. Bis 2030 sollen 25 Prozent der strategischen Rohstoffe innerhalb der EU recycelt werden können. Parallel dazu setzt die Bundesregierung auf die Rolle digitaler Technologien, wie der Einführung eines “Digitalen Produktpasses”. Diese Maßnahmen sollen den Übergang zur Kreislaufwirtschaft erleichtern und gleichzeitig neue Innovationsfelder öffnen.
Gerade im Bau- und Gebäudesektor, der als Hauptverbraucher von Ressourcen betrachtet wird, sollen Designs und neue Technologien dazu beitragen, den Einsatz von Rezyklaten deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig wird die Reduktion von Siedlungsabfällen angestrebt: Bis 2045 soll die Menge der Abfälle pro Kopf im Vergleich zu 2020 um 20 Prozent sinken.
Schlussfolgerung: Zukunftsfähigkeit durch Nachhaltigkeit
Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie setzt Deutschland neue Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften. Die Strategie stärkt nicht nur den Industriestandort Deutschland, sondern zeigt auch, wie Umwelt- und Klimaschutzziele mit wirtschaftlichem Fortschritt kombiniert werden können. Easygold sieht darin eine Verbindung zu nachhaltigen Investmentstrategien und bietet Möglichkeiten, mit langfristigen Wertanlagen die Umwelt zu schonen und gleichzeitig finanzielle Stabilität zu sichern.
